Ge­sund­heits­mi­nis­ter erhofft sich aussagekräftigere Bewertung der Heime

Berlin – Der neue Pflege-TÜV zur Bewertung von Heimen ist heute an den Start gegangen. Damit gebe es „ein besseres, aussagekräftigeres Bewertungssystem“, erklärte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) in Berlin. „Es schafft Transparenz und damit Vertrauen ins System.“ Nunmehr stehe „nicht mehr der richtig gesetzte Haken im Aktenordner im Mittelpunkt“.

Grippeschutz im Krankenhaus: Personal unzureichend geimpft

Berlin – Ansteckungsrisiko am Krankenbett: Nach einer Umfrage des Robert Koch-Instituts (RKI) schützen sich Mitarbeiter zahlreicher deutscher Krankenhäuser zu wenig vor dem Grippe-Virus. Demnach war in der Saison 2018/19 nur gut jeder zweite Beschäftigte (52 Prozent) gegen Influenza geimpft, wie aus dem aktuellen Epidemiologischen Bulletin des RKI in Berlin hervorgeht. An der Umfrage nahmen 171 Kliniken mit gut 27.000 Mitarbeitern teil.

Einsatz von Klinikclowns in der Altenpflege soll erforscht werden

Mittwoch, 27. November 2019

/dpa

München – Die „Visiten“ der Klinikclowns in Einrichtungen der Altenpflege und ihre Wirkung auf die dort lebenden Menschen soll wissenschaftlich untersucht werden. Das teilte der Dachverband Clowns in Medizin und Pflege Deutschland in München mit.

Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium stelle für das Forschungsprojekt der Technischen Hoch­schule Deggendorf (THD) zusammen mit dem Dachverband Mittel in Höhe von 500.000 Euro zur Verfügung.

Zweck der dreijährigen Forschungsarbeit sei es, die Wirkungsweise von Clownvisiten bun­des­weit in größeren stationären Einrichtungen zu analysieren. Ermittelt werden sollen die „Erfolgsfaktoren“ dieser emotionalen Zuwendung zu den Heimbewohnern.

Es gehe darum, daraus Qualifikationsanforderungen und Rahmenbedingungen der Clown­visiten sowie der Aus- und Weiterbildung von Klinikclowns abzuleiten. Ihr Resultat diene der weiteren Professionalisierung und Qualitätssicherung der Arbeit der Clowns im Alten­pflegebereich.

Humor und Clownerie seien Türöffner für gute und gelingende Begegnungen, sagte Pflege­wissenschaftler Michael Boßle. Von der Studie erhoffe er sich evidente Belege, die zeigen sollten, dass dieser Ansatz aus der stationären Altenhilfe nicht mehr wegzudenken sei. © kna/aerzteblatt.de

Gesetz für bessere Pflegelöhne: Flächentarifvertrag oder Lohnuntergrenzen

Der Bundestag hat das Gesetz für bessere Pflegelöhne beschlossen.

Es wird auf jeden Fall zu einer besseren Bezahlung von Pflegekräften führen: Entweder über einen Flächentarifvertrag oder über höhere Lohnuntergrenzen. „Wir stärken die Voraussetzungen dafür, dass nach Tarif bezahlt wird – und die Höhe sich unterscheidet, je nachdem ob Hilfskräfte oder examinierte Pflegekräfte im Einsatz sind“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Jetzt seien die Sozialpartner gefragt, die Möglichkeiten des Gesetzes zu nutzen.